Vorgehängte hinterlüftete Fassade
Von der Unterkonstruktion bis zur letzten Leiste. Wir planen den Aufbau so, dass Dämmstärke, Bekleidung und Anschlüsse zusammenpassen.
Hinterlüftete Fassaden, die schützen und Ihrem Haus einen ruhigen, edlen Auftritt geben – aus Holz, Faserzement oder Metall.
Sie trennt zwei Aufgaben, die eine verputzte Aussenwand gleichzeitig erfüllen muss: Wetterschutz und Wärmedämmung. Dadurch bleibt die Dämmung trocken – und nur eine trockene Dämmung dämmt.
Zwischen Bekleidung und Dämmung liegt eine schmale Luftschicht. Regen, der hinter die Bekleidung gelangt, läuft dort nach unten ab, und Feuchtigkeit, die von innen kommt, wird von der Luftströmung nach oben abgeführt. Die Dämmung bleibt trocken, das Holz der Unterkonstruktion ebenfalls.
Für uns als Dachdecker ist das vertrautes Gelände: Ein hinterlüftetes Steildach ist genauso aufgebaut, nur eben schräg statt senkrecht. Deshalb kommen Dach und Fassade bei uns aus einer Hand – und die heikelste Stelle, der Übergang zwischen beiden, wird von denselben Leuten gemacht.
Der zweite Grund ist die Sanierung: Weil die Dämmung aussen vor die bestehende Wand kommt, verlieren Sie keinen Wohnraum, und die Bauarbeiten finden vor dem Haus statt statt darin.
Sechs Schichten, von denen man nur die erste sieht. Die Luftschicht dazwischen ist der ganze Trick – sie ist der Unterschied zu einer aufgeklebten Dämmung.
Aussen · Wetterseite
Holzschalung, Schindeln, Faserzementplatten oder Metall. Sie nimmt das Wetter auf und bestimmt den Charakter des Hauses.
Eine schmale Luftschicht, unten und oben offen. Sie führt eingedrungenes Wasser ab und trocknet die Konstruktion nach jedem Regen wieder aus.
Sie schützt die Dämmung vor Wind und Spritzwasser, lässt Wasserdampf aber nach aussen entweichen. Ohne sie kühlt die Luftschicht die Dämmung aus.
Der Teil, der Heizkosten spart. Weil sie aussen liegt, bleibt die bestehende Wand warm – das verhindert Kondenswasser im Mauerwerk.
Lattung oder Metallprofile. Sie hält die Bekleidung auf Abstand und nimmt Unebenheiten der alten Wand auf.
Mauerwerk oder Holzbau. Sie bleibt, wie sie ist – bei einer Sanierung müssen Sie innen nichts anfassen.
Innen · Konstruktion
Von der Unterkonstruktion bis zur letzten Leiste. Wir planen den Aufbau so, dass Dämmstärke, Bekleidung und Anschlüsse zusammenpassen.
Die traditionelle Lösung im Emmental. Eine Holzfassade vergraut mit den Jahren und wird dabei nicht schlechter, sondern nur älter.
Platten oder Schindeln in vielen Farben, sehr witterungsbeständig und praktisch wartungsfrei. Die pflegeleichte Wahl für Wetterseiten.
Aluminium, Titanzink oder Kupfer, als Fläche oder als Schindeldeckung. Langlebig und ein klarer Akzent an Giebel, Sockel oder Anbau.
Die Aussendämmung im Zug der neuen Fassade. Ein Arbeitsgang, ein Gerüst – und danach eine Gebäudehülle, die spürbar weniger Wärme abgibt.
Fensterlaibungen, Sockelabschluss und der Übergang zum Dach sind die Stellen, an denen eine Fassade steht oder fällt. Dort arbeiten wir am genauesten.
Seriös lässt sich das erst nach einer Besichtigung sagen. Der Preis hängt an der Fläche, an der gewählten Bekleidung, an der Dämmstärke und daran, wie viel Gerüst nötig ist. Eine Holzschalung ist günstiger als eine Metallverkleidung, und ein einfacher Baukörper ist günstiger als einer mit vielen Erkern und Fenstern. Wir schauen uns Ihr Haus an und rechnen den Preis danach transparent auf.
Eine hinterlüftete Holzfassade hält erfahrungsgemäss 40 bis 60 Jahre, an geschützten Lagen auch länger. Entscheidend ist nicht die Holzart allein, sondern ob die Konstruktion nach Regen zügig abtrocknet. Ein genügender Dachüberstand und ein sauberer Sockelabschluss verlängern die Lebensdauer stärker als jede Lasur. Schindelfassaden an alten Emmentaler Häusern sind oft über hundert Jahre alt.
Nein, sie muss nicht. Unbehandeltes Holz vergraut mit den Jahren und bildet dabei eine natürliche Schutzschicht – das ist kein Schaden, sondern der Normalfall. Wer den Farbton erhalten will, kann vorvergraute Ware wählen oder lasieren, muss die Lasur dann aber alle paar Jahre erneuern. Wir sagen Ihnen offen, welche Variante an Ihrer Wetterseite wie lange gut aussieht.
In den meisten Fällen ja. Das Gerüst steht nur einmal, was einen erheblichen Kostenblock halbiert, und der Anschluss zwischen Dachrand und Fassade lässt sich in einem Zug sauber lösen statt nachträglich anzustückeln. Dazu kommt: Sie haben die Baustelle einmal statt zweimal. Wenn das Dach ohnehin in den nächsten Jahren fällig wird, ist der gemeinsame Termin fast immer der günstigere.
Meist ja, aber nicht überall. Steht Ihr Haus im Ortsbildinventar oder in einer Kernzone, kann die Gemeinde Vorgaben zu Material und Farbton machen – im Kanton Bern entscheidet das die Gemeinde. Auch Baureglemente einzelner Quartiere schränken die Auswahl manchmal ein. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, ob Ihr Vorhaben in diese Kategorie fällt, und stimmen uns bei Bedarf mit der Gemeinde ab.
Wir bauen Fassaden in Krauchthal und Umgebung. Welche Gemeinden das sind und was dort jeweils zu beachten ist, steht im Einsatzgebiet.
Wir schauen uns die Gebäudehülle als Ganzes an und sagen Ihnen, was zuerst dran ist und was sich zusammenlegen lässt.
Wie eine fertige Gebäudehülle aussieht, sehen Sie bei unseren ausgeführten Dach- und Fassadenprojekten.