Neuabdichtung
Beim Neubau oder wenn der alte Aufbau ganz herunterkommt: Dampfsperre, Dämmung, Gefälle und Abdichtung als ein durchdachtes System.
Eine Abdichtung, die hält – ob Neubau, Sanierung oder Begrünung. Und die Kontrolle, damit aus einer feuchten Stelle kein Schaden im Gebäude wird.
Meist merkt man es erst an der Zimmerdecke – und dann ist das Wasser schon länger im Dach. Deshalb ist beim Flachdach die regelmässige Kontrolle wichtiger als bei jedem anderen Dach.
Ein Flachdach hat kaum Neigung, die das Wasser von allein abführt. Es wird auch nicht durch Überdeckung dicht wie ein Ziegeldach, sondern durch eine einzige geschlossene Abdichtungsbahn. Wo diese Bahn eine Schwachstelle hat, läuft nichts ab – dort steht das Wasser und hat alle Zeit der Welt.
Zwischen der undichten Stelle und dem Fleck an Ihrer Decke liegen deshalb oft mehrere Meter. Das Wasser wandert in der Dämmung weiter, bis es einen Weg nach unten findet. Die Stelle, an der es tropft, ist fast nie die Stelle, an der das Dach kaputt ist – und genau darum führt Flickwerk hier selten zum Ziel.
Was Sie selbst sehen können: Pfützen, die Tage nach dem Regen noch stehen. Blasen, Falten oder aufgehende Nähte in der Bahn. Moos und Pflanzen, die sich auf der Fläche festsetzen. Und Gullys, die bei Regen sichtbar nicht ziehen.
Kommt der Schaden von einem Unwetter, ist meist die Gebäudeversicherung zuständig – wie die Abwicklung bei Sturm- und Hagelschäden läuft, lesen Sie hier.
Beim Flachdach hängt alles an einer einzigen Schicht. Fällt sie aus, ist der ganze Aufbau darunter betroffen – und Dämmung, die einmal nass ist, trocknet nicht mehr von allein.
Aussen · Wetterseite
Kies, Platten oder ein begrüntes Substrat. Sie halten die Bahn an Ort, schützen sie vor UV-Licht und verlängern damit ihre Lebensdauer deutlich.
Eine geschlossene Ebene aus Polymerbitumen- oder Kunststoffbahnen. Sie allein hält das Wasser, und jede Naht sowie jeder Anschluss ist eine Stelle, die sitzen muss.
Beim Warmdach liegt sie über der Tragkonstruktion, also im Trockenen. Wird sie einmal durchnässt, hilft nur noch der Ersatz.
Sie hält die feuchte Raumluft aus dem Aufbau heraus. Beim Flachdach ist sie noch wichtiger als beim Steildach, weil hier nichts hinterlüftet ist und nichts nachtrocknen kann.
Zwei Prozent genügen, aber sie müssen vorhanden sein. Ohne Gefälle bleibt Wasser stehen, und stehendes Wasser findet mit der Zeit jede Schwachstelle.
Beton oder Holz. Sie trägt alles darüber – und sie ist genau das, was Sie sich ersparen, wenn Sie früh sanieren statt spät.
Innen · Konstruktion
Beim Neubau oder wenn der alte Aufbau ganz herunterkommt: Dampfsperre, Dämmung, Gefälle und Abdichtung als ein durchdachtes System.
Oft lässt sich auf dem bestehenden Aufbau weiterbauen, statt alles abzutragen. Ob das geht, entscheidet der Zustand der Dämmung darunter.
Extensive Begrünung schützt die Abdichtung vor UV-Licht und Temperaturwechseln, hält Regenwasser zurück und sieht von oben deutlich besser aus als Kies.
Dachterrassen sind Flachdächer mit Publikumsverkehr. Belag, Gefälle und Anschlüsse an die Türschwelle müssen zusammenpassen, sonst steht das Wasser an der falschen Stelle.
Ein Flachdach ist nur so gut wie sein Ablauf. Wir prüfen Gullys und Notüberläufe, reinigen sie und ersetzen, was nicht mehr zieht.
Zweimal jährlich draufschauen, Laub räumen, Nähte prüfen: Der günstigste Weg, ein Flachdach alt werden zu lassen.
Eine fachgerecht verlegte Abdichtung hält erfahrungsgemäss 25 bis 40 Jahre. Entscheidend ist weniger das Material als der Schutz darüber: Eine Bahn unter Kies oder unter einer Begrünung altert deutlich langsamer als eine, die jahrzehntelang direkt in der Sonne liegt. Auch ein funktionierendes Gefälle verlängert die Lebensdauer, weil stehendes Wasser jede Schwachstelle findet.
Häufig ja. Ist die Dämmung darunter trocken und der Untergrund tragfähig, lässt sich eine neue Abdichtung auf dem bestehenden Aufbau verlegen. Das spart Zeit, Kosten und Entsorgung. Ist die Dämmung dagegen durchfeuchtet, muss sie heraus – sie trocknet nicht mehr aus und würde unter der neuen Bahn weiterfaulen. Welcher Fall vorliegt, zeigt sich bei der Dachkontrolle.
Meist stimmt das Gefälle nicht mehr oder der Ablauf zieht nicht richtig. Ein Flachdach braucht rund zwei Prozent Gefälle zum Gully. Setzt sich die Tragkonstruktion mit den Jahren, entstehen flache Mulden, in denen Wasser stehen bleibt. Kleine Pfützen sind nicht sofort ein Schaden, aber sie sind ein Warnzeichen: Dort greifen Frost, UV-Licht und Bewuchs die Bahn am stärksten an.
Eine extensive Begrünung mit Sedum und Kräutern braucht sehr wenig: einmal im Jahr Aufwuchs kontrollieren, die Kiesstreifen an den Rändern frei halten und die Abläufe reinigen. Dafür schützt die Begrünung die Abdichtung vor UV-Licht und Temperaturschwankungen und verlängert deren Leben spürbar. Aufwendiger wird es erst bei intensiver Begrünung mit Sträuchern, die bewässert und gepflegt werden will.
Zweimal im Jahr, am besten im Frühling und im Spätherbst. Kontrolliert werden die Abläufe, die Anschlüsse an aufgehende Bauteile und die Nähte der Bahn. Der Termin nach dem Laubfall ist der wichtigere: Ein verstopfter Gully staut Wasser auf einer Fläche, die dafür nicht gebaut ist. Bei Flachdächern über Wohnräumen lohnt sich die Kontrolle besonders, weil ein Schaden dort direkt in die Wohnung geht.
Die grössten Flachdachflächen unserer Region liegen in Lyssach, über den Handelsbauten an der Bernstrasse, und in Ittigen, wo Bundesämter und Swisscom sitzen. In Ostermundigen kommen die Flachdächer der 70er- und 80er-Jahre jetzt zusammen ins Sanierungsalter.
Wir schauen uns Abdichtung, Gefälle und Abläufe an und sagen Ihnen, ob eine Reparatur genügt oder ob die Fläche neu abgedichtet gehört.
Bei einem akuten Wassereintritt hilft unser Service bei Undichtigkeiten und Sturmschäden sofort weiter.