Kupfer
Der langlebigste und teuerste Werkstoff. Kupfer bildet mit den Jahren eine grüne Patina, die es selbst schützt. An Bauernhäusern und repräsentativen Bauten die erste Wahl.
Sauberes Blechhandwerk an den Stellen, an denen ein Dach zuerst nachgibt – Rinnen, Anschlüsse und Verblechungen.
Weil dort die Fläche aufhört. Mitten in der Fläche macht die Deckung ihre Arbeit fast von allein – undicht wird ein Dach an den Rändern und Übergängen, und genau die sind aus Blech.
Kamin, Ortgang, First, Kehle, der Anschluss ans Dachfenster und die Rinne an der Traufe: Das sind die Stellen, an denen Wasser umgelenkt wird und an denen der Wind angreift. Ein Blech, das dort zu knapp bemessen ist oder falsch überlappt, führt Wasser jahrelang genau dorthin, wo es nicht hingehört – und man sieht es dem Dach von unten nicht an.
Dazu kommt die Bewegung. Metall dehnt sich bei Wärme aus und zieht sich bei Kälte zusammen, jeden Tag ein wenig. Verblechungen müssen diese Bewegung aufnehmen können, sonst reissen die Befestigungen mit der Zeit aus. Deshalb ist Spenglerei kein Zuschneiden, sondern Konstruieren.
Aus demselben Grund erneuern wir bei einer Neueindeckung des Steildachs die Bleche immer mit. Neue Ziegel auf alte Anschlüsse zu legen wäre halbe Arbeit – undicht wird das Dach dann genau dort, wo niemand hingeschaut hat.
Die Spenglerarbeiten führen wir in enger Zusammenarbeit mit bewährten Betrieben aus der Umgebung aus. Für Sie ändert das nichts am Ablauf: Sie haben einen Ansprechpartner, wir koordinieren die Termine, und die Verantwortung für das Gesamtergebnis bleibt bei uns.
Vier Werkstoffe decken praktisch alles ab, was am Dach gebraucht wird. Sie unterscheiden sich in Preis, Lebensdauer und darin, wie sie mit den Jahren aussehen. Die Angaben sind Erfahrungswerte, keine Zusage für ein bestimmtes Dach.
Der langlebigste und teuerste Werkstoff. Kupfer bildet mit den Jahren eine grüne Patina, die es selbst schützt. An Bauernhäusern und repräsentativen Bauten die erste Wahl.
Der Standard in der Schweiz. Deutlich günstiger als Kupfer, sehr langlebig, und die matte graue Oberfläche fügt sich an fast jedem Dach unauffällig ein.
Leicht, rostfrei und in vielen Farbtönen zu haben. Sinnvoll dort, wo Gewicht eine Rolle spielt oder wo ein bestimmter Farbton zur Fassade passen muss.
Die günstige Variante, vor allem an Nebengebäuden und landwirtschaftlichen Bauten. Solide, solange die Zinkschicht unverletzt bleibt.
Neu, als Ersatz oder als Reparatur. Wichtig ist nicht nur die Rinne, sondern das Gefälle darin und der Übergang ins Ablaufrohr.
Die Ränder des Dachs, an denen der Wind angreift. Hier entscheidet sich, ob eine Deckung den ersten schweren Sturm übersteht.
Der Kamin ist die häufigste Undichtigkeit am ganzen Dach. Ein sauber eingearbeiteter Anschluss hält so lange wie die Deckung ringsum.
Überall dort, wo zwei Dachflächen zusammenlaufen oder ein Fenster die Fläche unterbricht, führt Blech das Wasser kontrolliert weiter.
Damit im Winter keine Dachlawine auf den Vorplatz geht – und damit später jemand sicher aufs Dach kann.
Nicht jede undichte Rinne muss ersetzt werden. Oft genügt es, ein Teilstück zu erneuern oder das Gefälle wieder herzustellen.
Das hängt vor allem am Material. Eine Rinne aus Kupfer hält erfahrungsgemäss 60 bis 100 Jahre, eine aus Titanzink 40 bis 70 Jahre, verzinktes Stahlblech 20 bis 40 Jahre. Was die Lebensdauer verkürzt, ist fast immer dasselbe: Laub, das über Jahre in der Rinne liegt und Feuchtigkeit hält. Eine regelmässig geleerte Rinne erreicht das obere Ende ihrer Spanne, eine dauerhaft volle nicht einmal die Hälfte.
Beides ist richtig, die Wahl ist eine Frage von Budget und Optik. Kupfer hält länger und bekommt mit den Jahren die charakteristische grüne Patina, kostet aber ein Mehrfaches. Titanzink ist der Schweizer Standard, sehr langlebig und bleibt unauffällig matt grau. Wichtig ist nur, nicht zu mischen: Kupfer und Zink vertragen sich schlecht, wenn Wasser vom Kupfer aufs Zink läuft – das Zink wird dann von unten weggefressen.
Meist nicht. In den allermeisten Fällen ist die Rinne oder das Ablaufrohr durch Laub und Moos verstopft, und eine Reinigung löst das Problem. Läuft sie auch danach über, stimmt entweder das Gefälle nicht mehr – etwa weil sich Halter gelöst haben – oder die Rinne ist für die Dachfläche zu knapp bemessen. Beides lässt sich beheben, ohne gleich die ganze Traufe zu erneuern.
Ja, mindestens einmal jährlich, bei Bäumen in der Nähe besser zweimal. Der richtige Zeitpunkt ist nach dem Laubfall im Spätherbst. Eine volle Rinne staut Wasser bis unter die Ziegel zurück, im Winter friert das Wasser dort und drückt die Deckung auseinander. Die Reinigung ist die günstigste Wartung am ganzen Haus – und die, die am häufigsten vergessen wird.
Ein Teilstück lässt sich in aller Regel ersetzen, solange der Rest der Rinne gesund ist und das gleiche Material verfügbar bleibt. Bei sehr alten Rinnen lohnt sich die Rechnung trotzdem oft nicht: Wenn ein Abschnitt durchgerostet ist, sind die übrigen meist gleich alt und folgen in wenigen Jahren nach. Wir schauen uns die ganze Traufe an, bevor wir Ihnen zu einem der beiden Wege raten.
Am Altbau entscheidet der Werkstoff mit: In Burgdorf wirkt Kupfer mit seiner Patina an einem Altstadthaus anders als blankes Aluminium. An den Bauernhäusern in Konolfingen zählt dagegen die lange Traufe. Das ganze Einsatzgebiet im Überblick.
Wir schauen uns die Blechpartien an Ihrem Dach an und sagen Ihnen, was repariert werden kann und was ersetzt gehört.
Auch bei einem Schindeldach entscheidet sich am Ortgang, ob die Arbeit hält.